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Antarktisches Vertragssystem ArtikelDer Antarktisvertrag begründet das Antarktische Vertragssystem (Antarctic Treaty System), das unabhängig von den Vereinten Nationen ist und im die beteiligten Staaten ihre Territorialansprüche an der Antarktis hintenanstellen.
Buch-Tipp: Amundsen. Bezwinger beider Pole Faszinierende Persönlichkeit 1926 gelang es Amundsen dann doch, sein Projekt erfolgreich durchzuführen, wie in Teil Fünf, Der verlorene Kontinent", berichtet wird. Am Erfolg beteiligt war Umberto Nobile, der den Zeppelin, den Amundsen benutzte, gebaut hatte. Er sollte auch später der Grund von Amundsens Tod werden, denn 1928 ging Nobile in der... | |
Das Antarktische Vertragssystem (Antarctic Treaty System) ist ein Netzwerk von internationalen Vereinbarungen über die Angelegenheiten der Antarktis mit verschiedenen nachfolgenden Abkommen, die auf Basis des Grundvertrages abgeschlossen wurden.
Der Vertrag wurde am 1.12 1959 in Washington, D.C. unterzeichnet und trat am 23.06 1961 in Kraft. Absicht des Abkommens ist es, die Antarktis für friedliche Zwecke zu nutzen, die internationale Kooperation zu fördern und die wissenschaftliche Erforschung zu unterstützen. Es soll keine Plattform für internationale Streitigkeiten bilden.
Folgeverträge des Abkommens von 1959:
- CCAS Übereinkommen zur Erhaltung der Antarktischen Robben (Convention on the Conservation of Antarctic Seals) 1972
- CCAMLR Übereinkommen über die Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Convention on the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) 1980
- Umweltschutzprotokoll zu dem Antarktisvertrag (Protocol on Environmental Protection to the Antarctic Treaty) 1991
Buch-Tipp: Antarktis (ReiseHandbuch) Haben muessen! Das Buch ist der beste Reisebegleiter in Buchform, den ich je hatte. Solide recherchiert, anschaulich geschrieben, tolles Kartenmaterial. Sehr gut navigierbar auch durch die "Lese-Reise". Mich beeindruckt enorm, wie der Autor so Vieles so gut zusammengebunden hat: ganz praktische Reisetipps, Anschauung vor Ort, Fakten und Hintergründe... |
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Im Antarktisvertrag einigen sich diejenigen Staaten, die Ansprüche oder Anspruchsvorbehalte in der Antarktis haben, ihre Territorialansprüche ruhen zu lassen und auf die wirtschaftliche Ausbeutung oder militärische Nutzung zu verzichten, um die Antarktis stattdessen gemeinsam wissenschaftlich zu erforschen. Die Initiative für diesen Vertrag ging vom Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957/58 aus.
Der Vertrag lädt alle Staaten der Welt ein, sich an der wissenschaftlichen Erforschung der Antarktis zu beteiligen. Konsultativmitglied mit Stimmrecht kann werden, wer dem Vertrag
beigetreten ist und dauerhaft erhebliche Forschungen in der Antarktis betreibt.
1961 in Kraft getreten, endete er eigentlich 1991, wurde jedoch bis zu dem Jahr 2041 verlängert. Das Antarktische Vertragssystem umfasst mittlerweile drei weitere Zusatzprotokolle und -verträge. Es ist eins der größten internationalen Umweltschutzprojekte, das tatsächlich erfolgreich ist.
Im Völkerrecht der Antarktis überschneiden sich das in dem Antarktischen Vertragssystem begründete Recht mit dem internationalen Seerecht, den Konventionen zur Nutzung des Meeresbodens und des Weltraums, sowie den Konventionen zu dem Umweltschutz.
Buch-Tipp: Antarktis. Himmel und Hölle zugleich. Eine Antarktispassion - informativ und spannend zu lesen Reinhold Messner kam zu dem ersten Mal in dem Jahre 1986 in die Antarktis um den Mount Vinston zu besteigen. Nachdem er bereits den Elbrus( Europa), den Kilimandscharo(Afrika) den Everest (Asien), die Carszten Pyramide (Ozeanien), den Aconcagua ( Südamerika) und den Mt. McKinley( Nordamerika ) bezwungen... |
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Die "Verwaltung" der Antarktis, die es auf Grund der völkerrechtlichen Situation eigentlich gar nicht gibt, wird in dem wesentlichen durch drei Organisationen besorgt. SCAR vereinigt global alle wissenschaftlichen Institutionen mit einem Interesse an der Antarktis und koordiniert die wissenschaftliche Forschung. SCAR hat somit die Nachfolge des Internationalen Geophysikalischen Jahres übernommen.
COMNAP ist der Rat der Leiter der nationalen Antarktisprogramme und koordiniert die Tätigkeit der Behörden, die für die nationalen Antarktisprogramme zuständig sind.
Das Sekretariat des Antarktisvertrages ATS (Antarctic Treaty Secretariat) hält die Vertragsdokumente und überwacht die gegenseitigen Meldepflichten der beteiligten Staaten.
== Liste der nationalen Antarktisprogramme ==COMNAP listet derzeit (2004) 82 Forschungsstationen in der Antarktis. Die meisten weiterführenden Informationen sind jedoch über die nationalen Antarktisprogramme erhältlich. Die folgende Liste enthält alle Staaten des Antarktisvertrages mit ihrem Status (S ursprünglicher Signatarstaat 1959, K Konsultativmitglied mit Jahr des Stimmrechtserwerbs, A assoziertes Mitglied mit Jahr der Unterzeichnung), ihrem ISO-Code, sowie dem Namen der nationalen Behörde, die für das nationale Antarktisprogramm zuständig ist, sowie deren Internetseite (Stand August 2004).
| Argentinien
| AR
| S
| 1959
| Dirección Nacional del Antarctico Instituto Antarctico Argentino
| www.dna.gov.ar
|
| Australien
| AU
| S
| 1959
| Australian Antarctic Division, Kingston (Tasmania)
| www-new.aad.gov.au
|
| Belgien
| BE
| S
| 1959
| Belgian Federal PPS Science Policy, Brussels
| www.belspo.be/antar
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| Brasilien
| BR
| K
| 1983
| Commisao Interministerial para os Recursos do Mar Programa Antártico Brasileno
| www.secirm.mar.mil.br/proantar.htm
|
| Bulgarien
| BG
| K
| 1998
| Antarctic Institute, Sofia
| www.uni-sofia.bg/resources/antarc/introduction.htm
|
| Chile
| CL
| S
| 1959
| Instituto Antarctico Chileno, Puntas Arenas
| www.inach.cl
|
| China
| CN
| K
| 1985
| The Chinese Arctic and Antarctic Administration, Beijing Polar Research Institute, Shanghai, State oceanografic administration, Beijing
| www.soa.gov.cn
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| Dänemark
| DK
| A
| 1965
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| Deutschland
| DE
| K
| 1981
| Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven
| www.awi-bremerhaven.de
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| Ekuador
| EC
| K
| 1990
| Ecuadorian Antarctic Program, Instituto Oceanográfico, Guayaquil
| www.inocr.mil.ec/instit/proantec/index.php
|
| Estland
| EE
| A
| 2001
|
|
|
| Finnland
| FI
| K
| 1989
| Finnish Institute of of Marine Research, Helsinki
| www.fimr.fi/en/etelamanner.html
|
| Frankreich
| FR
| S
| 1959
| Institut Paul Emile Victor (IPEV), Plouzane
| www.ifremer.fr/ifrtp
|
| Griechenland
| GR
| A
| 1987
|
|
|
| Guatemala
| GT
| A
| 1991
|
|
|
| Indien
| IN
| K
| 1983
| National Centre for Antarctic and Ocean Research, Goa
| ncaor.nic.in/welcome.htm
|
| Italien
| IT
| K
| 1987
| ENEA, Rom
| www.pnra.it
|
| Japan
| JP
| S
| 1959
| National Institute of Polar Research, Tokyo Ocean and Earth Division, Research and Development Burea, Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, Tokyo
| www.nipr.ac.jp
|
| Kanada
| CA
| A
| 1988
| Polar Continental Shelf Project Canadian Polar Institute
| www.polar.com
|
| Kolumbien
| CO
| A
| 1989
|
|
|
| Nord-Korea
| KP
| A
| 1987
|
|
|
| Süd-Korea
| KR
| K
| 1989
| Korea Polar Research Institute (KOPRI)
| www.polar.re.kr
|
| Kuba
| CU
| A
| 1984
|
|
|
| Neuseeland
| NZ
| S
| 1959
| Antarctica New Zealand, Christchurch
| www.antarcticanz.govt.nz
|
| Niederlande
| NL
| K
| 1990
| The Netherlands Council for Earth and Life Sciences, Den Haag
| www.nwo.nl/english/alw/programmes/antarctica
|
| Norwegen
| NO
| S
| 1959
|
| www.npolar.no
|
| Österreich
| AT
| A
| 1987
|
|
|
| Papua-Neuguinea
| PG
| A
| 1981
|
|
|
| Peru
| PE
| K
| 1989
| Instituto Antartico Peruano
| www.inanpe.gob.pe
|
| Polen
| PL
| K
| 1977
| Department of Antarctic Biology, Polish Academy of Sciences
| sunsite.icm.edu.pl/science/dab
|
| Rumänien
| RO
| A
| 1971
|
|
|
| Russische Förderation
| RU
| S
| 1959
| Arctic, Antarctic and Marine Dptmt. Russian Federal Service for Hydrometeorology and Environmental Monitoring, Moscow Russian Antarctic Expedition, The Arctic and Antarctic Research Institute, St Petersburg
| www.aari.nw.ru/projects/Antarctic/default_en.asp
|
| Schweden
| SE
| K
| 1988
| The Swedish Polar Research Secretariat, Stockholm The Swedish Polar Research Secretariat Logistic Centre, Jarvalla
| www.polar.se
|
| Schweiz
| CH
| A
| 1990
|
|
|
| Slowakei
| SK
| A
| 1993
|
|
|
| Spanien
| ES
| K
| 1988
| Comité Polar Espanol, Ministerio de Ciencia y TecnologÃa, Madrid
| www.mcyt.es/cpe
|
| Südafrika
| ZA
| S
| 1959
| Department of Environmental Affairs and Tourism, Directorate Antarctic and Islands
| home.intekom.com/sanae/
|
| Tschechische Republik
| CZ
| A
| 1993
|
|
|
| Türkei
| TR
| A
| 1995
|
|
|
| Ungarn
| HU
| A
| 1984
|
|
|
| Ukraine
| UA
| A
| 1992
| Ukrainian Antarctic Centre of Ministry of Education and Science of Ukraine, Kiev
| www.uac.gov.ua
|
| Uruguay
| UY
| K
| 1985
| Instituto Antartico Uruguayo, Montevideo
| www.iau.gub.uy
|
| Vereinigte Staaten Amerika
| US
| S
| 1959
| National Science Foundation Office of Polar Programs, Arlington VA
| www.nsf.gov/od/opp/antarct
|
| Venezuela
| VE
| A
| 1999
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| Vereinigtes Königreich
| UK
| S
| 1959
| British Arctic Survey, Cambridge
| www.antarctica.ac.uk
|
Buch-Tipp: Antarktische Halbinsel, Falkland-Inseln, Südgeorgien: Reisebegleiter Handlich und Informativ Ich habe dieses Buch für eine Reise in die Antarktis in dem Februar diesen Jahres gekauft und bin sehr zufrieden. Man merkt, dass die Autoren lange Jahre Erfahrung in der Antarktis haben. Das Buch ist leicht verständlich und bietet in einem kompakten Format (es paßt in die Tasche der berühmten roten Parkas) alle Infos die... |
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